Die eigene Dieseltankstelle im Betrieb – richtig geplant
Welche Vorschriften gelten, wie der Abfüllplatz aussehen muss, was die Anlage kostet und ab wann sie sich rechnet. Klar erklärt für Landwirtschaft, Baustelle und Fuhrpark.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Eigenverbrauchstankstelle betankt nur betriebseigene Fahrzeuge und gibt höchstens 100 m³ Kraftstoff pro Jahr ab.
- Oberirdische Dieseltanks bis 1.000 Liter sind in der Regel nicht anzeige- und prüfpflichtig (Gefährdungsstufe A).
- Größere Anlagen müssen 6 Wochen vorher angezeigt und vom Sachverständigen geprüft werden und brauchen einen Abfüllplatz nach TRwS 781.
- Die größte Ersparnis ist meist die Arbeitszeit für Fahrten zur öffentlichen Tankstelle.
Bis zu dieser Größe ist ein oberirdischer Dieseltank in der Regel nicht prüf- und anzeigepflichtig.
So früh muss eine prüfpflichtige Anlage der Wasserbehörde angezeigt werden.
Bis zu dieser Jahresabgabe gilt die Anlage als Eigenverbrauchstankstelle.
Schritt für Schritt zur Betriebstankstelle
1. Was zählt als Eigenverbrauchstankstelle?
Begriff, Bestandteile und warum auch ein Tank auf dem Hof dazugehört.
Weiterlesen →2. Welche Vorschriften gelten?
Gefährdungsstufe, Anzeige- und Prüfpflicht nach AwSV – mit Stufen-Finder.
Stufe ermitteln →3. Wie muss der Abfüllplatz aussehen?
Fläche, Überdachung, Entwässerung und Rückhaltung nach TRwS 781.
Weiterlesen →4. Rechnet sich das?
Kraftstoff- und Zeitersparnis gegen Investition – Amortisation in Monaten.
Zum Rechner →5. Mobil oder stationär?
Welche Bauform zu Menge, Einsatzort und Transport passt.
Entscheidungshilfe →6. Checkliste
Alle Punkte von der Planung bis zur Inbetriebnahme – zum Ausdrucken.
Checkliste öffnen →Die passende Anlage finden
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Häufige Fragen
Brauche ich eine Genehmigung für eine eigene Dieseltankstelle?
Meist keine Genehmigung im engeren Sinn, aber eine Anzeige: Oberirdische Dieselanlagen über 1 m³ sind nach AwSV prüfpflichtig und müssen der unteren Wasserbehörde mindestens sechs Wochen vorher angezeigt werden. Je nach Bundesland und Standort kann zusätzlich eine Baugenehmigung nötig sein.
Ab wie vielen Litern lohnt sich eine Betriebstankstelle?
Das hängt weniger von der Menge als von der Zeit ab, die heute für Fahrten zur Tankstelle verloren geht. Schon bei wenigen tausend Litern im Jahr rechnet sich eine mobile Tankanlage oft über die gesparte Arbeitszeit. Unser Kostenrechner zeigt es für Ihre Zahlen.
Reicht eine mobile Tankanlage statt einer festen Tankstelle?
Für kleine Mengen und wechselnde Einsatzorte ja. Steht der Tank aber dauerhaft auf dem Hof, gilt er als ortsfest genutzte Anlage – dann greifen dieselben Regeln wie für eine stationäre Tankstelle. Mehr dazu unter Mobil oder stationär.
Quellen und Rechtsgrundlagen
- AwSV – Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (gesetze-im-internet.de)
- § 39 AwSV – Gefährdungsstufen von Anlagen
- Bayerisches Landesamt für Umwelt – Eigenverbrauchstankstellen
- TRwS 781 „Tankstellen für Kraftfahrzeuge“ – Inhaltsübersicht (umwelt-online)
Allgemeine Hinweise ohne Gewähr, keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die jeweils gültige AwSV, die TRwS 781, das Landesrecht und die Vorgaben Ihrer unteren Wasserbehörde. Redaktion: SENSOR TECHNIK · Zuletzt aktualisiert: